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Asklepios Reha-Klinik Bad Schwartau: Tarifauseinandersetzung …

Asklepios Reha-Klinik Bad Schwartau: Tarifauseinandersetzung droht.

In der 16. Kalenderwoche dieses Jahres wurde die Geschäftsführung der Asklepios Reha-Klinik Bad Schwartau GmbH von ver.di  zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Die Klinik in Bad Schwartau ist eine Reha-Einrichtung für Orthopädie und Gynäkologie und betreibt in Hamburg an den Standorten Westklinikum Rissen, AK St. Georg und AK Harburg Therapiezentren, welche ambulante und stationäre Leistungen abgeben. "Die Klinik ist  bisher nicht tarifgebunden, was zu einer Lohndifferenz von 400 bis 700 Euro brutto pro Monat im Vergleich zu KollegInnen die nach TVöD oder TV-KAH bezahlt werden, führt" so Christian Wölm, zuständiger Gewerkschaftssekretär bei ver.di Lübeck/Ostholstein.  

In Folge der Aufforderung zu Tarifverhandlungen durch ver.di, erklärte sich die Arbeitgeberseite bereit, am 14.06.2016 ein Sondierungsgespräch mit ver.di zu führen. Der Verlauf und das Ergebnis dieses Gespräches waren zunächst recht positiv zu bewerten, weil die Arbeitgeberseite durchaus signalisierte, dass Tarifverhandlungen aufgenommen werden könnten. Man bat aber noch um etwas Bedenkzeit. 

Am 01.07.2016 teilte die Arbeitgeberseite den Beschäftigten plötzlich mit, man habe sich nach intensiven Gesprächen mit der Konzerngeschäftsführung gegen die Aufnahme von Tarifverhandlungen entschieden. 

Seitdem sind die Beschäftigten und insbesondere die ver.di-Mitglieder im Betrieb sehr enttäuscht und wütend, was sie der Geschäftsführung von Bad Schwartau in der letzten Betriebsversammlung auch zahlreich mitteilten. 

Aus Sicht vieler Bad Schwartauer Kollegen und Kolleginnen kann und darf diese Entscheidung der Geschäftsführung nicht das letzte Wort gewesen sein. Die Beschäftigten fordern nach wie vor die Aufnahme von Tarifverhandlungen und verleihen dieser Forderung bereits jetzt durch zahlreiche betriebliche Aktivitäten Nachdruck. 

Sollte die Geschäftsführung nicht einlenken, drohen demnächst Streiks sowohl in Bad Schwartau selbst, als auch in den Hamburger Therapiezentren. Dies wird zwangsläufig Auswirkungen auf die therapeutische Versorgung der Patienten und Patientinnen  in Bad Schwartau und Hamburg haben, woran niemandem gelegen sein kann.  

Eine einfache Lösung wäre: Tarifverhandlungen in Bad Schwartau