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Warnstreiks bei der Deutschen Post

Warnstreiks bei der Deutschen Post

Fachbereich Postdienste, Speditionen und Logistik (10)

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft am heutigen Dienstag, den 1.April, zu einem Warnstreik in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg Vorpommern auf. Hintergrund des Arbeitskampfes ist die laufende Tarifrunde zur Arbeitszeitzeit bei der Deutschen Post AG und ein Vertragsbruch des Unternehmens zur Fremdvergabe mit Tarifflucht.

ver.di fordert in der aktuellen Tarifrunde für die bundesweit rund 140.000 Tarifbeschäftigten der Deutschen Post AG eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Begründet wird die Forderung als Kompensation für den geplanten Vertragsbruch des Unternehmens bei der Fremdvergabe. Entgegen einer Vereinbarung hat die Deutsche Post AG eine Ausgliederung ihrer Paketzustellung in die extra dafür gegründete DHL Delivery-Tochterfirma mit dem heutigen Tag vollzogen und unterläuft somit für über 5.500 Beschäftigte den eigenen Haustarifvertrag um 20 Prozent.

Die Arbeitgeber lehnten die Forderung nach Verkürzung der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich in der ersten Verhandlungsrunde am 19. März ab und legten selbst kein Angebot vor. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 14. April in Berlin statt.

Mit dem heutigen Tag endet die Friedenspflicht für die Beschäftigten und bundesweite Streikaktionen werden durchgeführt.

„Die Beschäftigten stehen hinter der ver.di-Forderung zur Verkürzung der Arbeitszeit als Kompensation für den Vertragsbruch der Post. Die Kolleginnen und Kollegen sind nicht streikwütig aber durchaus konfliktfähig“, sagt Lars-Uwe Rieck, ver.di Landesfachbereichsleiter Postdienste Nord/Hamburg. „Die Deutsche Post AG ist ein gesundes DAX 30-Unternehmen, das jetzt den Hals scheinbar nicht vollkriegt. Wer Teile der Beschäftigten als Melkkühe missbrauchen will, kann sich auf Gegenwehr gefasst machen.“

Die Arbeit wird am heutigen 1.April u.a. in nachfolgenden Brief- und Paketzustellbereichen niedergelegt:

Hamburg

Bergedorf, Harburg, Hoheluft, Eppendorf, Barmbek, Uhlenhorst, Wandsbek, Marienthal

Schleswig-Holstein

Lübeck, Pinneberg, Elmshorn, Neumünster, Uetersen, Quickborn, Bad Oldesloe, Ratzeburg, Mölln, Flensburg, Glinde

Mecklenburg Vorpommern

Stralsund, Rostock, Wismar, Grevesmühlen, Neubrandenburg, Schwerin, Schönberg, Klütz

Für Rückfragen:

Lars-Uwe Rieck, ver.di Hamburg/ Nord, Handy: 0160-4741179

Thomas Ebeling, ver.di Hamburg/ Nord, Handy: 0160-90525989