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Starke Beteiligung an Aktionstag "162.000 für 162.000"

Starke Beteiligung an Aktionstag "162.000 für 162.000"

24.06.2015

In Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern starke Beteiligung beim ver.di-Aktionstag „162.000 für 162.000 – den Mangel sichtbar machen“

Der heutige Aktionstag für eine gesetzliche Personalbemessung und mehr Personal in den Krankenhäusern und Kliniken war ein großer Erfolg. In Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern beteiligten sich tausende Beschäftigte in mehr als 60 Krankenhäusern und Kliniken.

Im Bezirk Lübeck/Osholstein fanden Aktionen in den Sana Kliniken Eutin, Lübeck und Oldenburg, DRK Krankenhaus Middelburg, Helios Bad Schwartau, Curtius Klinik Bad Malende, dem UKSH und der UKSH Akademie statt.

 

„Die beeindruckende Beteiligung des Beschäftigten in so vielen Kliniken und Krankenhäusern macht deutlich, dass das Themen Personalbemessung und Arbeitsüberlastung Top-Themen sind. Die Bundesregierung muss endlich handeln, denn gute Pflege ist kaum noch zu leisten. Die Personalnot in den Krankenhäusern ist dramatisch. Die Einhaltung von Pausen und stabile Dienstzeiten müssen auch für Pflegebeschäftigte wieder selbstverständlich werden. “ sagte Steffen Kühhirt, Fachbereichsleiter Gesundheit und Soziales bei ver.di Nord.

 

So viele Stellen fehlen im Norden (nach ver.di-Erkenntnissen):

Schleswig-Holstein: 5.200, davon 2250 in der Pflege

Mecklenburg-Vorpommern: 3550, davon 1630 in der Pflege.

„Die Bundespolitik ist jetzt aufgefordert zu handeln. Wer mehr Qualität in den Krankenhäusern sichern will, muss dafür für mehr Personal. Eine Qualitätsoffensive mit weniger Personal ist politischer Unsinn! Das angekündigte Pflegestellenprogramm zeigt zwar, dass die Politik das Problem erkannt hat. Eine lediglich anteilige Finanzierung bei gedeckelten Budgets zwingt jedoch zum weiteren Stellenabbau und zur weiteren zeitlichen Überlastung der Mitarbeiter in den Kliniken. Dieser politisch hausgemachte Teufelskreis muss durchbrochen werden“ sagte Kühhirt.

Ein Bericht über die Aktions bei Sana hat es sogar überregional in die Zeitungen geschafft: http://www.ksta.de/stadt-leverkusen/protest-in-leverkusen-zehn-minuten-kampf-fuer-mehr-krankenhaus-personal,15189132,31033512.html