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Klare Ablehnung der Schlichtungsempfehlung

Klare Ablehnung der Schlichtungsempfehlung

. . Flugblatt Ablehnung der Schlichtungsempfehlung
. . Flugblatt Ablehnung der Schlichtungsempfehlung - 2. Seite

Die Mitgliederbefragung zu der Schlichtungsempfehlung vom 22. Juni 2015, die
vom 7. Juli bis zum 5. August 2015 stattfand, hatte ein eindeutiges Ergebnis:

69,13 Prozent der teilnehmenden ver.di-Mitglieder im Bereich des Sozial- und
Erziehungsdienstes lehnten die Schlichtungsempfehlung ab und erklärten sich
bereit, unbefristet weiter zu streiken.


Dieses mit Unterschieden zwischen den Landesbezirken und innerhalb
der Landesbezirke verbundene, aber eindeutige Ergebnis
wurde am 8. August 2015 der bundesweiten
ver.di-Streikdelegiertenkonferenz in Fulda vorgestellt.
In den Mitgliederdiskussionen der letzten Wochen wurde immer
wieder betont, dass die Schlichtungsempfehlung nicht ausreiche,
um die Arbeit im Sozial- und Erziehungsdienst aufzuwerten.

Außerdem würde sie zu einer Spaltung der Beschäftigten-
gruppen führen. Häufig wurde die Ablehnung der Schlichtungs-
empfehlung auch mit der fehlenden Anerkennung der Berufserfahrungszeiten
und der langen Laufzeit des neuen Tarifvertrages begründet.

 
Nach der Erklärung des ver.di-Bundesvorstands, dass er der
Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst nicht die
Annahme der Schlichtungsempfehlung empfehlen könne, berichteten
zunächst die ver.di-Landesbezirke über die Streikfähigkeit
und -bereitschaft. Die Streikdelegiertenkonferenz diskutierte
dann anhand verschiedener vorgestellter Streikvarianten
über die Strategie für die Fortsetzung der Streiks.

Im Ergebnis sprach sich die Streikdelegiertenkonferenz
dafür aus, die Streiks neu auszurichten. Es sollen
gemeinsam unkonventionelle Streikformen entwickelt und
angewandt werden, die unberechenbar sind.

Die Streiks sollen mit Aktionen in Richtung der
örtlichen kommunalen Entscheidungsträger verbunden werden.
Mit diesen Aktivitäten soll der Druck auf die kommunalen
Arbeitgeber erhöht werden. Ziel der neuen Streikformen soll
ein besseres Ergebnis als die Schlichtungsempfehlung sein,
wobei klar sein müsse, dass es keine Erfolgsgarantie ist, den
Streik wieder aufzunehmen. Deshalb müssen wir alle Energie,
Kraft und Kreativität in die Auseinandersetzung legen.

Die Aufwertungskampagne soll unabhängig
von der Tarifauseinandersetzung weitergeführt
werden. Am 11. August 2015 befasste
sich die ver.di-Bundestarifkommission für den öffentlichen
Dienst in einer Sondersitzung mit der Situation nach der Mitgliederdiskussion.
Der eindeutigen Position der Streikdelegiertenkonferenz
folgend, beschloss sie mit großer Mehrheit, die
Schlichtungsempfehlung nicht anzunehmen und die Verhandlungen
mit den kommunalen Arbeitgebern (VKA) erneut für
gescheitert zu erklären, wenn die VKA nicht bereit ist, nachzubessern.

Dann erlischt die Friedenspflicht
aufgrund des Schlichtungsabkommens!

Am 13. August 2015 werden
die Verhandlungen mit der VKA
fortgesetzt. ver.di wird den Arbeitgebern
deutlich machen, dass sie sich bewegen müssen, um zu einem Ergebnis
zu kommen, das zu einer Befriedung führt!