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Arbeitgeber verweigern auch in der vierten Verhandlungsrunde …

Arbeitgeber verweigern auch in der vierten Verhandlungsrunde generelle Aufwertung!

. . Flugblatt 4. Verhandlungsrunde SuE

Obwohl in Hannover gut 10.000 Beschäftigte für eine Aufwertung der Arbeit im Sozial- und Erziehungsdienst demonstrierten, verweigerten
die kommunalen Arbeitgeber weiterhin eine entsprechende Eingruppierungsverbesserung.
Für die Gruppenleitungen in Werkstätten für behinderte Menschen wollen
die Arbeitgeber alles beim Alten belassen: Sie sollen unverändert in
Entgeltgruppe S 5 eingruppiert sein, und es soll unverändert zwischen
Gruppenleitungen mit und ohne Meisterbrief unterschieden werden.

Schwerpunkt der vierten Verhandlungsrunde mit der Vereinigung der kommunalen
Arbeitgeberverbände (VKA) war die Eingruppierungder Gruppenleitungen in Werkstätten
für behinderte Menschen. Die VKA-Vertreter meinten, in der Entgeltgruppe S 5 auf die Anforderung
der Leitungsfunktion verzichten zu können. In der Entgeltgruppe S 8 müsse es ihrer Ansicht
nach bei der geforderten Meisterqualifikation bleiben. Für die Einrichtungsleitungen könnten sie sich
Verbesserungen vorstellen. Für die ver.di-Verhandlungskommission
war damit klar: Die Arbeitgeber verweigern auch hier eine Aufwertung! Die Gruppenleitungen
sind nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts schon jetzt in
der Entgeltgruppe S 5 eingruppiert, ohne dass es auf die Übertragung von Leitungsfunktionen
ankäme. Und in der S 8 würde sich nicht einmal dem Wortlaut nach etwas
ändern – unabhängig davon, dass in der Praxis der Meisterbrief keine Rolle spielt.
Alles in allem also eine Nullnummer!

Wie verabredet, sollen die Verhandlungen am 20. und 21. April 2015 in Offenbach fortgesetzt werden.
Dort soll über die Eingruppierung der Sozialarbeiter/-innen und Sozialpädagogen/-innen
sowie aller anderen bisher nicht bearbeiteten Berufsgruppen verhandelt werden.
Dazu stellte die ver.di-Verhandlungskommission fest, dass die Arbeitgeber
eine deutliche Eskalation der Tarifauseinandersetzung riskieren, wenn es auch
in dieser Verhandlungsrunde wieder kein verhandlungsfähiges Angebot gibt.
Weitere Verhandlungstermine sind nicht vorgesehen.