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Tarifverhandlungen öD der Länder

Tarifverhandlungen öD der Länder

Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst ergebnislos  vertagt – Warnstreiks in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern

Wie die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) mitteilt, wurde in der zweiten Verhandlungsrunde mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) am Donnerstag und Freitag (26./27. Februar 2015) keine substanzielle Annäherung erreicht.

"Es ist uns vollkommen unverständlich, dass die  Arbeitgeber erneut kein Angebot  vorgelegt haben. Stattdessen sind offenkundig Einschnitte bei der betrieblichen Altersversorgung geplant", so heute Karin Hesse, Landeschefin von ver.di Nord.
„Offenbar zielen die Arbeitgeber darauf ab, in der Altersversorgung Leistungseinschnitte vorzunehmen und den Beschäftigten das alleinige Kapitalmarkt- und Zinsrisiko aufzubürden. Das ist mit uns nicht zu machen! Deshalb sind die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben und Dienststellen jetzt aufgefordert, mit Warnstreiks ein deutliches Signal zu setzen", so Hesse weiter.
In Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern wird es ab Montag zu einzelnen Warnstreikaktivitäten vor Ort kommen.
Am  11. März 2015 sind landesweiten Streikaktivitäten mit Kundgebungen in Kiel und Schwerin geplant.

ver.di fordert für die Tarifbeschäftigten der Länder eine Entgelterhöhung von 5,5 Prozent, mindestens aber um 175 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, die verbindliche
Übernahme der Auszubildenden nach erfolgreich abgeschlossener
Ausbildung im erlernten Beruf sowie eine Anhebung der
Ausbildungsvergütungen um 100 Euro monatlich und eine Erhöhung des
Urlaubsanspruchs für Auszubildende von 27 auf 30 Tage.
Das Tarifergebnis soll zeit- und inhaltsgleich auf die 1,2 Millionen
Beamtinnen und Beamte sowie auf rund 700.000 Versorgungsempfänger
(Pensionäre) übertragen werden.

ver.di führt die Tarifverhandlungen gemeinsam mit der GdP, der GEW
und der dbb Tarifunion. Die Verhandlungen werden am
16. und 17. März 2015 in Potsdam fortgesetzt.

V.i.S.d.P.: Frank Schischefsky, Pressesprecher, ver.di Landesbezirk Nord
Landesbüro Schleswig-Holstein. Dänische Straße 3-9, 24103 Kiel
Tel.:0431-66 08-103 fax:-110 Mobil: 0170-5613404
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