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Gewaltandrohungen gegen Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter …

Gewaltandrohungen gegen Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter

Wie die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Bezirk Lübeck/Ostholstein mitteilt gab es im Nachgang zur Demonstration gegen den AfD-Wahlkampfauftakt in den Media Docks Lübeck mehrere Hassbotschaften und auch Gewaltandrohungen gegen hauptamtliche Beschäftigte der Gewerkschaft.

 

„Wir sind überrascht und schockiert zugleich, dass so etwas in der heutigen Zeit überhaupt noch möglich ist. Wir bewahren aber einen kühlen Kopf, bleiben besonnen und lassen uns nicht einschüchtern“, so Berith Jordan, Bezirksgeschäftsführerin  des ver.di Bezirks. „Selbstverständlich werden diese Drohungen zur Anzeige bei der Polizei bringen“, so Jordan weiter.

 

Vergangene Woche sind mehrere E-Mails und Schreiben auch bundesweit bei ver.di eingegangen. Einige äußerten sachliche Kritik an der Teilnahme und Unterstützung der Gegenproteste durch ver.di andere wiederrum waren gespickt mit Gewaltdrohungen. So wurde unter anderem gedroht Gewerkschafter vor dem Gewerkschaftshaus abzufangen und dann „würde man mal sehen, ob man alleine immer noch so stark sei, wie auf einer großen Demonstration“.

 

Die letzten Drohungen gegen GewerkschafterInnen in Lübeck gab es zu den Zeiten als die NPD in Lübeck regelmäßig Aufmärsche veranstaltete. „Nun kommen diese Drohungen offensichtlich aus dem AfD Umfeld“, so Jordan weiter. 

 

„Wir als GewerkschafterInnen sagen selbstbewusst und konsequent unsere Meinung, das betrifft auch Wahlprogramme der Parteien. Die AfD will die Arbeitslosenversicherung privatisieren, ein höheres Renteneintrittsalter und quasi alle Errungenschaften der ArbeiterInnenbewegung rückgängig machen, ist doch klar dass wir dagegen protestieren“ so Berith Jordan „obendrein gibt es in den Führungsreihen Personen die die Shoa relativieren oder Geschichtsrevisionismus betreiben, das setzt dem Ganzen noch die Krone auf, also Grund genug gegen die AfD auf die Straße zu gehen“, so Jordan weiter.