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Erfolgreicherr ver.di Aktionstag "Der Norden steht auf" zum Tag …

Erfolgreicherr ver.di Aktionstag "Der Norden steht auf" zum Tag der Pflege

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Lübeck, 12. Mai 2016

 

Erfolgreicher ver.di-Aktionstag „ Der Norden steht auf“ / Tag der Pflege
Den Personalmangel eindrucksvoll sichtbar gemacht!

 

Knapp 2 Millionen Überstunden im Norden

 

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di zeigt sich sehr zufrieden mit den landesweiten Aktionen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zum Internationalen Tag der Pflege.

Bei den Kundgebungen und Demonstrationen in Kiel und Lübeck in Schleswig-Holstein und in Rostock und Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern haben sich circa 1.000 Pflegebeschäftigte aus Krankenhäusern und Pflegeheimen beteiligt. Auf den Kundgebungen wurden symbolisch „Überstundenberge“ gezeigt, um den dramatischen Personalmangel sichtbar zu machen.


„Die Beteiligung an den Aktionen haben unsere Erwartungen übertroffen. Das zeige, wie hoch der Druck und wie prekär die Lage in den Krankenhäusern und Pflegeheimen ist. Das war ein guter Tag für alle Pflegebeschäftigten. Wir blei-ben da jetzt dran und werden weiter energisch Druck machen, bis die Politik handelt.“ sagte Steffen Kühhirt, Landesfachbereichsleiter für Gesundheit und Soziales bei ver.di-Nord.
35.705.105 Überstunden bundesweit.

 


Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat in einer bundesweiten Erhebung in Krankenhäusern und Pflegeheimen die Überstunden erfasst. Da-nach ergeben sich für das Bundesgebiet 35.705.105 Überstunden. Das ent-spricht circa 17.800 Vollzeitstellen in der Pflege. Bundesweit fehlen in Kran-kenhäusern und Pflegeeinrichtungen circa 162.000 Stellen.

 

Daten für Norden:
Schleswig-Holstein:
Anzahl der Überstunden: 1.063.000 - entspricht circa 600 Vollzeitstellen in der Pflege
Anzahl der fehlenden Stellen in Krankenhäusern und Heimen: 5.200 Voll-zeitstellen
Stellen aus dem Pflegeförderprogramm: 200

 

Mecklenburg-Vorpommern:
Anzahl der Überstunden: 781.000 – entspricht circa 400 Vollzeitstellen in der Pflege
Anzahl der fehlenden Stellen in Krankenhäusern und Heimen: 3.500
Vollzeitstellen
Stellen aus dem Pflegeförderprogramm: 140


Allein im UKSH-Lübeck sind es derzeit über 22.000 Überstunden.
„Die Zahlen sprechen eine glasklare Sprache und lügen nicht. Sie belegen die dramatische Situation in der Gesundheitsbranche im Norden. Wichtig ist, die fehlenden Pflegestellen allein aus der Umrechnung der Überstunden, würden nur den alltäglichen Arbeitsstress der Überstundenbewältigung lösen, nicht aber den grundsätzlichen und prekären Personalmangel. Sichtbar wird auch, dass das Pflegeförderprogramm komplett unzureichend und an der Realität tausender Pflegekräfte im Norden vorbeigeht.“ so Steffen Kühhirt weiter.
Hinweis für die Redaktionen:
Für Rückfragen steht ihnen der Landesfachbereichsleiter Steffen Kühhirt unter der Rufnummer 0170 / 5 74 97 19 zur Verfügung.