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Tarifkonflikt Private Busbetriebe: OVN nicht verhandlungsbereit - Tarifkommission beschließt Urabstimmung

Wie die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) mitteilt, hat die große Tarifkommission des Omnibusverkehrs in Schleswig-Holstein (OVN) beschlossen, die Verhandlungen für gescheitert zu erklären und damit beim  Bundesvorstand die Einleitung einer Urabstimmung zu beantragen.

„Es ist das eingetreten was wir befürchtet haben, der OVN hat von Anfang an auf eine Hinhaltetaktik gesetzt. Wer so verhandelt wie die Arbeitgeberseite des OVN, will keinen Tarifabschluss sondern provoziert Streiks “, so Frank Schischefsky, Pressesprecher  von ver.di Nord.

„Wir haben nochmal versucht, in einer zehnstündigen Verhandlung eine Einigung zu erzielen und an mehreren Stellen Kompromissbereitschaft signalisiert. Wenn aber die Angebote sich um maximal 0,01 % bewegen, sind das keine Verhandlungen auf Augenhöhe. Wir erleben Arbeitgeber, die versuchen an den Grundfesten der Sozialpartnerschaft zu rütteln,  in dem sie versuchen Streiks zu verhindern, in dem sie aussichtslose Klagen einreichen und mit Abmahnungen drohen anstatt in fairen Verhandlungen eine Lösung zu suchen“, so Schischefsky weiter.

Die Arbeitgeber hatten zuletzt einen Tarifvertrag mit Erhöhungen zwischen 0% und 2,5 %, bei einer Laufzeit von 2,5 Jahren angeboten. Das hätte bedeutet, dass die OVN Beschäftigten über Monate keine Erhöhungen erhalten hätten. Auch die Differenz zwischen den anderen Tarifverträgen im Land wäre gestiegen.

Die Urabstimmung soll vom 12.-15.10.2015 stattfinden. Da die Arbeitgeberseite die Urabstimmung in den Räumen der Unternehmen untersagt hat, könnte diese mit Warnstreiks begleitet werden, um diese in anderen Räumen durchzuführen.