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Aktion der Betriebsgruppe Städtische SeniorInneneinrichtungen

Aktion der Betriebsgruppe Städtische SeniorInneneinrichtungen

Der Fachbereich Gesundheit, Wohlfahrt, Soziale Dienste und Kirchen des ver.di Bezirks Lübeck und die ver.di Betriebsgruppe der Städti-schen Senioreneinrichtungen der Hansestadt Lübeck führen am Dienstag, den 02.06.2015, von 15.00 Uhr an,eine Aktion vor der Sitzung des Sozialausschusses der Hansestadt vor dem Verwaltungszentrum Mühlentor durch.

 
„ver.di begrüßt ausdrücklich das Bekenntnis von Herrn Sozialsenator Sven Schindler zu den Städtischen SeniorInneneinrichtungen (SIE) der Hansestadt Lübeck. Die Verwaltung hat ausdrücklich erklärt, die SIE stärken- und nicht schwächen zu wollen.
Dies ist ein wichtiges Signal- auch und vor allem an die Beschäftigten der SIE, die aufgrund der inzwischen jahrelangen Auseinandersetzungen und zahlreichen Gutachten bezüglich der Wirtschaftlichkeit der SIE stark verunsi-chert sind“, so Magda Tattermusch, die zuständige ver.di Gewerkschaftssek-retärin des ver.di Bezirks Lübeck-Ostholstein.
„Dieses Signal ist auch sehr wichtig für Angehörige von Pflegebedürftigen, die auf der Suche nach einem Pflegeplatz sind,“ so die Gewerkschafterin.

 
„Aufgrund der nicht immer sachdienlichen Einlassungen aus der Kommunal-politik führt dies zu einer Abstimmung „mit den Füßen“ seitens der Angehöri-gen. Dies ist ein erheblicher wirtschaftlicher Schaden, der aufgrund mangeln-der Auslastung sofort messbar ist- also zu einem höheren Defizit führt.“
„Sämtliche externe Gutachter der vergangenen Jahre, die die SIE untersuchten, kamen immer wieder zu den gleichen Ergebnissen: das Minus der SIE ist nicht durch die Beschäftigten verursacht. Die Honorare der externen Gut-achter können zukünftig gespart werden. Dieses Geld kann man gewinnbrin-gend in die SIE stecken,“ so Magda Tattermusch.
„Ja, es gibt Bedarf an baulichen Maßnahmen. Möglicherweise können die SIE als städtischer Eigenbetrieb bauen,“ so Magda Tattermusch weiter.

 
„Ich begrüße den Vorschlag von Herrn Lindenau, Fraktionsvorsitzender der SPD in der Bürgerschaft Lübeck, einen Arbeitskreis einzurichten, der sich zukunftsorientiert mit den SIE auseinandersetzt- in dem Bewußtsein, dass u.a. Alten- und Pflegeheime zur kommunalen Daseinsvorsorge gehören, dass die Beschäftigten auch in diesem Bereich angemessen zu bezahlen sind. Der demographische Wandel wird auch Lübeck vor große Herausforde-rungen stellen. Ein städtisches Alten- und Pflegeheim ist ein Pfund, mit wel-chem man „wuchern“ kann- auch als Arbeitgeber, der tarifliche Löhne zahlt! Das ist ein Wettbewerbsvorteil in Zeiten des sich zuspitzenden Fach-kräftemangels.“

 
Die ver.di Betriebsgruppe der Städtischen SeniorInneneinrichtungen der Hansestadt Lübeck wird mit mehreren Aktionen in naher Zukunft den Wunsch nach Erhaltung der SIE unterstreichen.