Gesundheit, soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen

SPD, Grüne und Vorstand diktieren und drücken Lohn nach Gutsherrenart!

SPD, Grüne und Vorstand diktieren und drücken Lohn nach Gutsherrenart!

Mit Zorn, Wut und der "Faust in der Tasche" müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass die rot-grüne Landesregierung und der Vorstand einseitig und ohne Beteiligung der Gewerkschaft ver.di den Beitritt zur Tarifgemeinschaft der deutschen Länder zum 7.8.2014 vollzogen hat. Damit gilt der Tarifvertrag der Länder für die Beschäftigten des UKSH und unter Vorbehalt einer juristischen Prüfung zwingen uns die rot-grüne Landesregierung und der Vorstand in die Friedenspflicht. Für unsere berechtigten Forderungen für Entlohnung nach TVÖD und damit gleicher Lohn für gleiche Arbeit in allen Krankenhäusern im Norden kann ver.di zunächst nicht mehr streiken.

Dieser bundesweit einmalige und skandalöse Vorgang sorgt dafür, dass Beschäftigte an allen kommunalen, freigemeinnützigen, kirchlichen Krankenhäusern sowie in den großen Klinikkonzernen deutlich mehr Geld verdienen - als die UKSH-Beschäftigten. In Zeiten des Fachkräftemangels eine Entscheidung von Dummheit und Unkenntnis der Situation auf dem Arbeitsmarkt.

Die Information des Vorstandes zum Eintritt in den Tarifvertrag der Länder (TVL) vom 7.8.2014 ist an Verlogenheit und Heuchelei nicht zu überbieten. Zur Erinnerung: Nicht der Vorstand hat gegen die Privatisierung gekämpft, sondern hat sie gewollt und vorangetrieben. Die damalige Landesregierung und der Vorstand wollten 2005 aus dem Tarifvertrag der Länder aussteigen - nicht ver.di. Noch 2012 hat der jetzige Vorstand den TV UKSH gepriesen und die Orientierung an den TVÖD als sehr gut empfunden und empfohlen. Davon will man heute nichts mehr wissen und vertritt eine andere Meinung. Schon morgen kann es wieder ganz anders sein: Lügen, Tricksen und Täuschen das ist der Grundsound des Vorstandes und dieser rot-grünen Landesregierung im Norden.

Nichts ist geklärt - die tarifliche Situation bleibt unübersichtlich

Entgegen der Ankündigungen des Vorstandes ist tariflich nichts geklärt. Zwar gilt ab dem 7.8.2014 der Tarifvertrag der Länder, darüber hinaus sind alle anderen tarifpolitischen Fragen offen und ungeklärt:


  *   Die tarifpolitischen Punkte Zeitzuschlag für Nachtarbeit, Berechnung des Bereitschaftsdienstes, Jahressonderzahlung, Shuttle-Dienste und andere Punkte aus dem Haustarifvertrag UKSH müssen in einem tariflichen Regelwerk vereinbart werden, weil sonst die Ansprüche verfallen. Eine Absichtserklärung des Vorstandes oder Landesregierung reicht hierzu nicht aus. Es handelt sich um tarifliche Ansprüche, diese müssen dementsprechend geregelt werden.